EIN Businessplan, sie alle zu knechten

Gut, das ist jetzt ein Titel, mit dem man nicht viel anfangen kann. Er macht Sie als Leser höchstens neugierig. Und nichts anderes hatte ich damit im Sinn. Über die Wichtigkeit von Businessplänen und wie man sie sinnvoll und korrekt erstellt und präsentiert, ist schon so viel geschrieben worden, dass es vielen Menschen nur mehr ein müdes Lächeln entlockt, wenn sie das Wort sehen. “Wissen wir schon, kennen wir doch längst!”

Anderen wiederum klingt das zu abgehoben. “Business-Plan- Was soll ich als einfacher Bauarbeiter denn mit einem Business-Plan!

Man könnte natürlich auch einfach Konzept dazu sagen, aber das wäre wohl zu profan. Vor allem in der Berufs- und Karrierewelt wurde in den letzten Jahrzehnten so gut wie alles umbenannt. Warum eigentlich? Um die Spreu vom Weizen zu trennen? Um Berufsleben und Privatleben noch konsequenter auseinander zu dividieren?

Grundsätzlich ist ein Businessplan eine essentielle Sache.

 

Das Um und Auf für alle beruflichen Groß-Projekte

Wenn Sie einen Finanzier für Ihr Projekt suchen, kommen Sie nicht umhin, einen Business-Plan zu erstellen. Selbst wenn der potentielle Sponsor Ihr eigener reicher Onkel aus Amerika ist. Denn selbst der würde wissen wollen, wie Sie sich das mit Ihrem Projekt denn so vorstellen. Verschenken, verjuxen oder in eine konzeptuelle Sandburg investieren will ja niemand so wirklich.  Sie meinen jetzt vielleicht, dass Sie nie in die Situation kommen werden, einen Business-Plan erstellen zu müssen, weil Ihr Job das einfach nicht vorsieht.  Das mag schon sein, aber warum nutzen Sie nicht das grundsätzliche, praktische und geniale so einer Aufstellung für jene Belange, bei denen Sie es sehr wohl brauchen könnten. Für Ihr Leben zum Beispiel.

 

Business-Plan für Ihr Lebenskonzept

 

Treten Sie doch einfach mal einen Schritt zurück und betrachten nicht nur ein spezifisches Projekt oder Ihre Start-Up-Pläne, sondern gleich Ihre gesamte Existenz, also das große Ganze Ihres Lebens. Das Berufliche können Sie ja integrieren.

Das wird dann zwar ein recht umfangreicher Plan, aber Sie werden sehen: Es wird Ihnen auf jeden Fall weiterhelfen.

 

Ein Fest für Mindmap-Junkies und Outliner-Liebhaber

 

Nehmen Sie zuerst Blatt Papier oder eine leere Doc-Datei und halten die wichtigsten Aspekte im Brainstormverfahren fest. Und mit diesen Schlagworten begeben Sie sich dann in eine Mind-Map…

 

Beispiele für Businessplan-Punkte, die sie für Ihr Lebens-Konzept nutzen können

 

  • Unternehmensprofil = Lebenssituation

Also quasi der Status Quo. Die Frage: “Wer bin ich eigentlich? Was stelle ich dar? Bin ich zufrieden?”

  • Unternehmensziel = Zukunftsplanung

Wo will ich hin?

  • Umsetzung = Umsetzung

Wie kann ich das erreichen? Welche Schritte sind nötig?

  • Chancen/Risiken

Abwägen, wie riskant etwaige Schritte und Veränderungen wären in Punkto Existenz.

  • Personalplanung = soziales Umfeld

Sind alle Menschen in meinem Umfeld wirklich jene, die ich um mich haben möchte. Oder ist es bei vielen nur Gewohnheit, Zwang oder Berechnung? Wer tut mir gut, wer bremst mich und zieht mich hinunter?

  • Projekt-Budgetierung = Haushaltsplan

Ein Haushaltsplan ist ohnehin jedem Menschen anzuempfehlen.

 

Sie merken schon. Wenn Sie es schlau angehen, kann Ihnen das Grundkonzept “Businessplan” für Ihr ganzes Leben dienlich sein. Probieren Sie es einfach mal aus! Sie erfahren dabei auch eine Menge Dinge über sich, die normalerweise in Ihrem Unterbewusstsein verborgen sind.