Social Listening – Der neue Strategie-Zweig der Unternehmen

 

Nach Social Media, Social Networking und Social Marketing nun also schon wieder ein neues Schlagwort, das es zu lernen, zu verstehen und richtig umzusetzen gilt. Vor allem, wenn Sie Unternehmer sind. Ein sanfter Lauschangriff auf die beruflich für Sie relevanten Menschen im Netz bringt Sie und Ihr Business ein Stück weiter auf dem Weg zum Erfolg.

 

social Listening

Social Listening ist quasi Zielgruppenspionage light

Wir haben hier also nun die Social Media Plattformen; jenen riesigen Pool aus Menschen, Meinungen und Motiven, aus dem jeder Unternehmer sein Publikum und seine Kundschaft rekrutieren kann, zumindest sofern er schlau und engagiert ist.

Wermutstropfen wegen wachsender Quantität: Durch die Menge an Sozialen Formaten zergliedert sich die Internet-Gemeinde immer mehr und es wird schwieriger, seine Schäfchen zusammen zu halten. Man muss seine Fühler also in mehrere Richtungen ausstrecken bzw. wenn man eher auf Sprachbilder mit Meeresfrüchten steht, seine Krakenarme.

Social Listening ist jedenfalls eine hervorragende Option, die eigene Zielgruppe besser kennen zu lernen, denn das Zuhören gibt Aufschluss über etwaige Probleme und Bedürfnisse. Daraus kann wirklich jeder Unternehmer Vorteile ziehen, denn auch Branchen-News sowie Meinungen über das eigene Produkt oder die angebotene Dienstleistung können so erfahren werden.

Social Media Marketing optimieren durch gutes Social Listening

Social Listening als Strategie ist gar nicht so neu, aber dennoch hat es noch nicht jeder in sein Programm aufgenommen. Man sollte es aber zumindest in Erwägung ziehen, denn wer die Bedürfnisse seines Publikums kennt, kann auch schneller und besser darauf reagieren und individuellere Inhalte bereit stellen.

Es ist fast schon fahrlässig, diese Möglichkeit nicht zu nutzen, denn: die Konkurrenz, die es tut, ist einen Schritt voraus.

Social Listening – Also was ist das nun genau?

Einfach ausgedrückt handelt es sich dabei um das „Überwachen“ des www und der sozialen Netzwerke zu bestimmten Themen.

So lässt sich feststellen, wie über die eigene Firma oder die eigenen Produkte bzw. über die Konkurrenz gedacht und geschrieben wird.

Auch welche Trends sich in der Branche gerade zeigen, kann auf diese Weise nachvollzogen werden.

Social Media Monitoring vs. Social Listening

Diese beiden Begriffe werden oft gleichzeitig oder sogar gleich bedeutend verwendet. Es gibt zwar Parallelen, aber doch auch markante Unterschiede.

  • Mit Social Media Monitoring sammelt man Daten und Erwähnungen einer Marke und Branche.
  • Mit Social Listening analysiert man die erhaltenen Informationen und handelt.

Die Begriffe sind also in ihrer Bedeutung ähnlich, aber geht das Social Listening einen bedeutenden Schritt weiter: Man sieht das große Ganze und ist in der Lage, entsprechend zu (inter)agieren.

Wofür ist Social Listening?

  • Kundengenerierung
  • Kundenservice
  • schnelle Reaktionsmöglichkeit bei Problemen
  • Aufschlussreiches Feedback
  • Option, selbst aktiv in Diskussionen einzugreifen
  • Fans und Befürworter finden
  • Wettbewerbsanalysen

Die Listening-Keywords

Die wichtigsten Keywords und Phrasen, die man abhören sollte:

  1. Der Unternehmens- oder Markenname, auch in falscher Schreibweise
  2. Der Unternehmens- oder Markenname der Konkurrenz, ebenfalls inklusive Schreibfehler
  3. Gängige Schlagwörter der Branche
  4. Slogans
  5. Kampagnen

Zusammenfassend:

Wer immer im Blick hat, was andere über ihn reden und was im Augenblick Thema ist, hat viel bessere Karten beim Social Media Marketing. Auf Social Listening zu verzichten ist also nicht unbedingt klug für den eigenen Betrieb.

Stolpersteine im Lebenslauf

Unwissenheit, Nachlässigkeit sowie die Angst davor, etwas falsch machen, und darum zu viel zu wollen, sind die häufigsten Ursachen für Fehler bei der Arbeitssuche. Vor allem wenn es um den Lebenslauf beim Bewerbungsschreiben geht kann das negative Folgen haben.

Natürlich sind die im weiteren Verlauf angeführten Patzer größtenteils relativ harmlos, doch schon der geringste Faux Pas kann über Anstellung oder Ablehnung entscheiden.
Hier nun einige Beispiele für kleinere bis größere, vor allem aber sehr häufig auftretende Fehler, die Sie in Ihrem Lebenslauf nach Möglichkeit vermeiden sollten.

Familie und Co.

Es ist für einen Job nur in den seltensten Fällen erheblich, wie die familiären Zu- bzw. Umstände sind. Das beginnt schon beim persönlichen Familienstand. Damit, was Eltern und Geschwister so treiben, müssen Sie den Personaler ebenfalls nicht belästigen.
Und selbst Ihr Glaubensbekenntnis und Ihre Hobbys interessieren vorab wahrscheinlich niemanden an Ihrem zukünftigen Arbeitsplatz. Vermeiden Sie also derartige Informationen. Das lenkt nur von den wichtigen Daten ab.
Ausnahme vielleicht: Wenn Ihr Vater George Clooney oder so ähnlich heißt, denn dann können Sie zumindest davon ausgehen, dass sie zu einem Erstgespräch eingeladen werden. Man wird ein Autogramm von Ihnen wollen.

Das Alter

Über die Notwendigkeit der Altersangabe kann man streiten. Viele Menschen machen das automatisch, da es kaum ein Formular gibt, das ohne Geburtsangabe abgegeben werden kann.
Im Lebenslauf dürften Sie „eigentlich“ darauf verzichten, Ihre Lenze zu verraten, denn das Alter darf bei der Auswahl der Bewerber „eigentlich“ keine Rolle spielen. Nur bedenken Sie, dass fast jeder Mitbewerber sein Alter angibt, weshalb Sie in ein schiefes Licht geraten könnten, wenn Sie es unterlassen. Selbiges gilt für das Foto.

 

Lebenslauf

Einfach auf das Bild klicken

Das Foto

Hierzulande gehört es noch zur Norm und zum guten Ton, dem CV ein Bildnis beizufügen. Wenn Sie also sicher gehen wollen, dass Ihre Bewerbung nicht schon wenige Sekunden nachdem Ihre Email geöffnet wurde, abgelehnt wird, lassen Sie, wenn das nicht schon geschehen ist, ein professionelles Bild von sich anfertigen.
Früher Werdegang
Das war noch schön damals. So voller Lachen und Unbeschwertheit. Kindergarten und Grundschule sollten trotzdem nicht in den Lebenslauf. Nicht einmal dann, wenn Sie noch relativ jung seien sollten. Und Sie müssen auch nicht jeden kleinen Nebenjob, den Sie jemals ausgeübt haben, angeben.
Mit Referenzen verhält es sich ähnlich. Lassen Sie nicht Ihre früheren Arbeitgeber über Sie sprechen, sondern überzeugen Sie lieber durch eigene Worte.

Das waren nun viele Dinge, die in Lebensläufen unnötige Erwähnung finden. Dafür fehlen dann in so manchem die eher wichtigen Informationen. Z.B.
• Keine Adresse
• Kein Name
• Falsche oder unwichtige Angaben

Solche Unachtsamkeiten sind nicht die Ausnahme, sondern leider die Regel.

Die Hälfte aller Lebensläufe ist „suboptimal“

Ein Personaler sieht üblicherweise als erstes den Lebenslauf. Dieser sollte deshalb auch überzeugend und authentisch verfasst sein, sowohl was den Inhalt, als auch was die Form betrifft. Wenn der erste Eindruck nicht passt, wird es bezüglich Vorstellungsgespräch eher düster aussehen. Obwohl wir alle wissen, welche Bedeutung dem Lebenslauf bei der Jobsuche zukommt, unterlaufen der Hälfte der Bewerber grobe Schnitzer.

Die Datei

Ein Fehler, den wirklich außerordentlich viele Bewerber begehen, ist jener, die Dateien nicht aussagekräftig zu benennen. Hinter dem Punkt steht doc oder pdf, davor aber aber sollte nicht kopievondokument1 oder dergleichen stehen.

Unpassende Email-Adressen

Ja, es macht keinen guten Eindruck, wenn man von schatzi240 oder teufesanbeter666 Post bekommt. Es gibt im WWW genügend Anbieter von Gratis-Mail. Uns auch wenn eine seriöse Domain Endung noch besser wäre: der Name mit einem Punkt dazwischen sollte schon im Bereich des Machbaren sein.

Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Und auch wenn Sie nun einige Male fassungslos den Kopf geschüttelt haben oder grinsen mussten:
Man kann solche Fehler auf Unerfahrenheit oder Unkonzentriertheit schieben, aber der Personaler wird diese Rechtfertigung vermutlich gar nie hören. Sie wissen, wieso. Wer schon beim Schreiben des Lebenslaufs nicht konzentriert ist und wichtige Informationen vergisst, wie soll dieser Kandidat dann im Unternehmen komplexe Aufgaben erledigen? Und bitte, ganz wichtig: Verzichten Sie auf Smilies! Selbst wenn Sie sich für eine Stelle bei einer Internetplattform bewerben. 😉

Der Boss als Kumpel?

Duzen oder Siezen Sie Ihren Chef oder Vorgesetzten? Sind Sie mit den Kollegen grundsätzlich per Du? Oder sagen Sie auch Frau Sigrid und Herr Walter, weil Sie auch nach Jahren des Zusammenarbeitens nicht wissen, ob das Du angebrachter wäre oder das Sie? Stressig, oder? Und vom psychologischen Standpunkt her auch sehr wichtig im Berufsalltag. Denn einmal falsch entschieden, ist nicht mehr oder kaum rückgängig zu machen.

Die Anrede als Konfliktstoff

Dass eine so kleine und scheinbar unbedeutende Angelegenheit wie die persönliche Ansprache so viele Probleme bereiten kann, ist interessant. Es sagt sehr viel darüber aus, wie kompliziert sich die Menschen das Leben freiwillig machen.
Schon im privaten Bereich kommt es immer wieder zu inneren Konflikten, wenn man nicht genau weiß, wie man jemanden ansprechen soll. Da haben wir Deutschsprachigen uns keinen Gefallen getan mit dieser Unterscheidung in der Anrede.
Sicher, es gibt Menschen, die überhaupt gleich jeden duzen. Diese Kompromisslosigkeit hat einerseits den Vorteil, dass es keinerlei Zweifel gibt, andererseits kann man jemanden so schon mit dem allerersten Wort vor den Kopf stoßen. Nicht jeder kann so einfach über seinen Schatten springen.
Wie schwierig ist das erst, wenn es um berufliche Belange geht.

Vorteile und Gefahren des Duzens

Moderne Chefs duzen nicht nur ihre Geschäftspartner, sondern auch die Mitarbeiter und Kunden. Wie viele der neuen Praktiken kommt auch diese Methode aus den USA und der Computerbranche. Und vielleicht klappt es dort auch besser, zumal im IT-Bereich alles ein wenig lockerer ist als in altmodischen Berufen. Trotzdem haftet dem Ganzen eine gewisse Zwanghaftigkeit an. Krampfhaftes Duzen müssen ist viel schlimmer als jedes eingespielte “Sie”.

Was soll mit dem “Du” transportiert und suggeriert werden?
Vertrauen und Nähe. Nennen wir es einfach Mitarbeitermotivation.

 

Du oder sie

Also Siezen oder Duzen? Nun, es ist wie immer alles eine individuelle Angelegenheit, die sich meistens ohnehin automatisch ergibt und kann nicht wirklich beantwortet werden. Abseits von Rangordnungen oder in flachen Hierarchien ist eine freundschaftliche Anrede unter Kollegen sicher besser fürs Klima. Aber wenn es der Boss ist? Man denke nur an Kündigungen. Ein “DU bist gefeuert!” kommt einem nicht so leicht über die Lippen. Wobei immer für beide Seiten zu hoffen ist, dass gar nicht erst zu dieser Situation kommt.

Zufrieden mit Ihrem Gehalt?

Im sozialen Leben ist das meistens so: Wenn man einen bislang fremden Menschen kennen lernt, dann kommt extrem bald die Frage nach dem Beruf. Passen sie einmal genau auf, wenn Sie in diese Situation kommen. “Was machst Du beruflich so?” ist eine der ersten Dinge, die Ihr Gegenüber von Ihnen wissen will. Und da die berufliche Tätigkeit an sich ja nicht unbedingt irgendeinen Belang für den weiteren Verlauf dieser Bekanntschaft haben kann, ist in diesem Interesse wohl eine Meta-Ebene vorhanden.

Nämlich: “Wie viel verdienst Du eigentlich im Monat?”

Die Motive dieser Meta-Botschaft sind natürlich unterschiedlich. Von “Kannst Du mir Sicherheit bieten und mich ernähren” bis hin zu “Bist Du mir überlegen?”

Sicher ist nur: Wenn es sich nicht sowieso um einen beruflichen Grund für diese Bekanntschaft handelt, gäbe es doch so ca. 100 Dinge, die von größerem Interesse sein müssten.  Doch Arbeit und Geld, das sind in unsrer Welt zwei Begriffe, die ohne einander gar nicht existieren könnten, so eng ist ihre Symbiose. Im Alltag stößt man ununterbrochen auf diese Liaison.

 

“Und Sie? Was machen SIE so beruflich?”

 

Wie ist das bei Ihnen? Verdienen sie genug? Oder sind Sie auch, wie die meisten Menschen, der Meinung, dass Sie und die Leistungen, die Sie erbringen, unter ihrem Wert entlohnt werden?

Nur sagenhafte 5 Prozent der Befragten geben bei einschlägigen Umfragen an, dass sie mit ihrem Gehalt zufrieden sind. Natürlich hinkt die ganze Sache, denn Geld kann man ja nie genug haben. Also wenn ich 4000 Netto im Monat aufs Konto bekomme, aber den neuen Jacuzzi  lieber bar bezahle, aus Gründen, die ich niemandem verraten will, und dann in das Umfragemikrofon hinein jammere, dass ich zu wenig Geld verdiene, bin ich trotzdem auch in dieser Statistik. Nur als Beispiel für die Tatsache, dass man ja selten mit dem zufrieden ist, was man hat. Doch weiter im Text:

 

Wie kann man die Situation nun verbessern?

Der Selbstständige, der mit seinem Einkommen nicht zufrieden ist, hat es da relativ einfach. Er muss eben mehr Gas geben und Wege bzw. Lösungen finden. Das ist eine der Freuden von Ich-AGs und Co: man ist für das Gedeihen seines Kontostands und sein eigen Wohl selbst verantwortlich.

Der Arbeiter und Angestellte hingegen hat drei Optionen offen:

  • Er kann um eine Gehaltserhöhung bitten
  • Er kann seinen Job wechseln
  • Er kann den Status Quo Zähne knirschend hinnehmen.

Viel mehr Möglichkeiten haben Sie eigentlich nicht, wenn Sie auf der Gehaltsliste eines anderen oder einer Firma stehen.

 

Logische Option Gehaltserhöhung

 

Das ewige Credo gilt auch hier: Eigeninitiative ist gefragt. Werden Sie aktiv und zeigen Sie Fingerspitzengefühl! Versuchen Sie, sich immerauch in Ihren Chef oder den Verantwortlichen hinein zu versetzen. Z.B. Würden Sie sich selbst eine Gehaltserhöhung geben, wenn Sie ganz ehrlich sind? Von alleine wird ihr Chef jedenfalls nicht oder kaum auf den Gedanken kommen, dass Sie mehr Geld wollen. Es sei denn Sie haben den großzügigsten, barmherzigsten Chef der Welt.

Und selbst wenn Sie sich reinknien und arbeiten bis zum Umfallen, selbst, wenn Sie sich für nichts zu schade sind: Sie werden wohl reden müssen. Und sollte sich diese Türe einen kleinen Spalt öffnen, bleiben Sie am Ball! Das Lästigsein ist noch relativ leicht zu bewerkstelligen, wenn man ein wenig Mut besitzt, aber das wirklich Schwierige steht Ihnen ja erst bevor: das Verhandeln!

 

 

 

 

EIN Businessplan, sie alle zu knechten

Gut, das ist jetzt ein Titel, mit dem man nicht viel anfangen kann. Er macht Sie als Leser höchstens neugierig. Und nichts anderes hatte ich damit im Sinn. Über die Wichtigkeit von Businessplänen und wie man sie sinnvoll und korrekt erstellt und präsentiert, ist schon so viel geschrieben worden, dass es vielen Menschen nur mehr ein müdes Lächeln entlockt, wenn sie das Wort sehen. “Wissen wir schon, kennen wir doch längst!”

Anderen wiederum klingt das zu abgehoben. “Business-Plan- Was soll ich als einfacher Bauarbeiter denn mit einem Business-Plan!

Man könnte natürlich auch einfach Konzept dazu sagen, aber das wäre wohl zu profan. Vor allem in der Berufs- und Karrierewelt wurde in den letzten Jahrzehnten so gut wie alles umbenannt. Warum eigentlich? Um die Spreu vom Weizen zu trennen? Um Berufsleben und Privatleben noch konsequenter auseinander zu dividieren?

Grundsätzlich ist ein Businessplan eine essentielle Sache.

 

Das Um und Auf für alle beruflichen Groß-Projekte

Wenn Sie einen Finanzier für Ihr Projekt suchen, kommen Sie nicht umhin, einen Business-Plan zu erstellen. Selbst wenn der potentielle Sponsor Ihr eigener reicher Onkel aus Amerika ist. Denn selbst der würde wissen wollen, wie Sie sich das mit Ihrem Projekt denn so vorstellen. Verschenken, verjuxen oder in eine konzeptuelle Sandburg investieren will ja niemand so wirklich.  Sie meinen jetzt vielleicht, dass Sie nie in die Situation kommen werden, einen Business-Plan erstellen zu müssen, weil Ihr Job das einfach nicht vorsieht.  Das mag schon sein, aber warum nutzen Sie nicht das grundsätzliche, praktische und geniale so einer Aufstellung für jene Belange, bei denen Sie es sehr wohl brauchen könnten. Für Ihr Leben zum Beispiel.

 

Business-Plan für Ihr Lebenskonzept

 

Treten Sie doch einfach mal einen Schritt zurück und betrachten nicht nur ein spezifisches Projekt oder Ihre Start-Up-Pläne, sondern gleich Ihre gesamte Existenz, also das große Ganze Ihres Lebens. Das Berufliche können Sie ja integrieren.

Das wird dann zwar ein recht umfangreicher Plan, aber Sie werden sehen: Es wird Ihnen auf jeden Fall weiterhelfen.

 

Ein Fest für Mindmap-Junkies und Outliner-Liebhaber

 

Nehmen Sie zuerst Blatt Papier oder eine leere Doc-Datei und halten die wichtigsten Aspekte im Brainstormverfahren fest. Und mit diesen Schlagworten begeben Sie sich dann in eine Mind-Map…

 

Beispiele für Businessplan-Punkte, die sie für Ihr Lebens-Konzept nutzen können

 

  • Unternehmensprofil = Lebenssituation

Also quasi der Status Quo. Die Frage: “Wer bin ich eigentlich? Was stelle ich dar? Bin ich zufrieden?”

  • Unternehmensziel = Zukunftsplanung

Wo will ich hin?

  • Umsetzung = Umsetzung

Wie kann ich das erreichen? Welche Schritte sind nötig?

  • Chancen/Risiken

Abwägen, wie riskant etwaige Schritte und Veränderungen wären in Punkto Existenz.

  • Personalplanung = soziales Umfeld

Sind alle Menschen in meinem Umfeld wirklich jene, die ich um mich haben möchte. Oder ist es bei vielen nur Gewohnheit, Zwang oder Berechnung? Wer tut mir gut, wer bremst mich und zieht mich hinunter?

  • Projekt-Budgetierung = Haushaltsplan

Ein Haushaltsplan ist ohnehin jedem Menschen anzuempfehlen.

 

Sie merken schon. Wenn Sie es schlau angehen, kann Ihnen das Grundkonzept “Businessplan” für Ihr ganzes Leben dienlich sein. Probieren Sie es einfach mal aus! Sie erfahren dabei auch eine Menge Dinge über sich, die normalerweise in Ihrem Unterbewusstsein verborgen sind.

Spazieren gehen auf hohem Niveau

Sie haben eine Spitzen-Ausbildung, etliche Qualifikationen und sogar noch zusätzliche Skills, die Sie jederzeit in der Wagschale werfen könnten? Sie haben immer Top-Leistungen erbracht? Ihre Karriere kannte bisher nur eine Richtung, nämlich: (mehr oder weniger steil) nach oben? Sie verdienten immer gut und waren bei den Kollegen und Chefs beliebt und respektiert?

Und trotzdem stehen Sie plötzlich ohne Job da? Wie geht´s jetzt weiter, fragen Sie sich, denn Sie waren vermutlich noch nie in dieser Situation.

 

Wenn der Ansturm auf Ihre Qualitäten ausbleibt

Oft ist es für Fach- und Führungspersonal nicht besonders schwierig, sofort wieder eine neue Wirkungsstätte zu finden. Aber was, wenn nicht?

Die Zeiten haben sich geändert. Auch die Creme de la Creme der Businesswelt wird nicht gezwungenermaßen und automatisch mit Angeboten überhäuft. Man muss schon selbst suchen. Der akademisch ausgebildete Arbeitslose sucht heutzutage zwischen 2 Wochen und 6, nein, nicht Wochen, sondern JAHREN bis er wieder eine Anstellung hat.

 

Rien ne va plus – Zurück an den Start

Nun heißt es also, von vorne beginnen. Für alles bisherige können Sie sich nichts mehr kaufen. Bestenfalls wird der berufliche Werdegang Ihre Bewerbung aufpeppen, aber groteskerweise ist das oft gar nicht so sinnvoll.

„Tut mir Leid, aber sie sind überqualifiziert!“, hört man als Betroffener gar nicht so selten.

Ja, gut, diese Firma XY würde Sie vielleicht einstellen, obwohl sie Ihnen viel zu wenig Gehalt bieten könnte. Es droht Motivationsmangel und Fadesse Ihrerseits und das möchte ein potentieller Arbeitgeber tunlichst schon präventiv vermeiden.

 

Vor Gott und dem Gesetz sowie dem Arbeitsmarkt sind alle gleich

Das Bild der Arbeitslosigkeit ist geprägt von Einseitigkeit im Denken. Der übliche Mensch ohne Beschäftigung und daraus resultierendem Einkommen ist für die meisten vage definiert: eher Männlich, eher über 30 und eher unter- bis unqualifiziert. Und im Durchschnitt ist das alles auch richtig und statistisch belegbar.

Aber Fakt ist auch: Die Zahl der arbeitslosen Universitätsabsolventen steigt ständig.

Ich möchte Sie -wie üblich- in diesem Karriere-Blog nicht mit Statistiken bombardieren. Statistiken sind sicher hilfreich und manch einer hat sogar Freude an den vielen bunten Balken und Kurven, aber die Realität ist: Irgendwer gibt Statistiken in Auftrag und bezahlt sie auch. Und wer will schon eine Statistik, die ihm nicht gefällt bezahlen. Aber wenn wir schon bei diesem Seiten-Thema sind: Sie können gut mit Zahlen umgehen? Werden Sie Statistiker, denn das ist ein Beruf mit Gegenwart und Zukunft. Trotz Digitalisierung der Welt. Glauben Sie mir einfach, ich schwindle Sie schon nicht an.

Doch zurück zum Thema:

 

Akademiker sucht Arbeit

Eines darf man nicht unterschätzen: Der Druck nach einem solchen ultimativen Karriere-Knick ist bei hochqualifizierten Menschen besonders groß. Eben weil sie viel Erfahrung und Know-How besitzen und die Zeit der Arbeitslosigkeit extrem am Selbstbewusstsein sägt. Sie fallen oft von sehr weit oben plötzlich sehr tief, müssen ihren Lebensstandard zurückschrauben und verlieren ein oft gut funktionierendes Sozial-Netz. Wer es gewohnt ist, Erfolg zu haben, leidet natürlich mehr als jemand, dem das Pech an den Füßen klebt. Hinzukommt oft auch falscher stolz. Man will es nicht wahrhaben, will sich nicht helfen lassen (müssen).

 

Last Exit Selbstständigkeit

Je länger gut ausgebildete Menschen ohne Job bleiben, desto eher geht Ihre Überlegung üblicherweise in Richtung Selbstständigkeit. Denn immerhin kann man viel  und hat gute Ideen. Aber Vorsicht vor Überheblichkeit und Leichtsinn. Auch die ultimative Eigenverantwortung muss und will erst erlernt werden.

5 Schritte zum guten Konzept

Ein gutes Konzept ist schnell und einfach definiert: Es ist jenes Konzept, das dann auch als funktionierendes Projekt realisiert wird. Alles andere ist im Grunde besser unter dem Namen Zeitverschwendung bekannt.

Meist scheitern Konzepte schon vor dem Beginn. Man kann nicht einfach so drauf los konzipieren. Außer man ist ein Genie, aber wer von uns ist das schon?!

 

Die Basis jedes guten Konzepts ist eine Checkliste

 

Wenn Sie einkaufen gehen, haben Sie eine Einkaufsliste dabei. Und zwar aus praktischen und budgetären Überlegungen. Wenn sie nämlich beim Wandeln durch die Regalreihen zu satt sind, kaufen Sie zu wenig ein. Wenn sie aber hungrig shoppen, quillt der Einkaufswagen über mit Waren gegen den Heißhunger. Aber mit Einkaufsliste wird genau das besorgt, was nötig und sinnvoll ist. Punkt für Punkt wird abgehakt bis alles erledigt ist. Im Berufsleben ist das nicht viel anders. Konzepte müssen erstellt werden. Konzepte sollen aber vor allem in Projekten umgesetzt werden und eine Checkliste hilft beim Start zum Erstellen der Basis.


 

 

Das erfolgreiche Konzept in 5 Schritten

 

Klären Sie das Ziel ab!

Noch einmal: Kommunikation ist das Wichtigste überhaupt. Frage Sie, bevor Sie loslegen. Sonst kommt es zu Missverständnissen, Mehrarbeit und einer daraus resultierenden Frustration.

Bevor das Ziel nicht allen Beteiligten klar ist, brauchen Sie gar nicht erst anfangen, denn ihr Konzept wird im Mülleimer landen.
Recherche:

Wenn das Ziel abgesteckt ist und der Inhalt eindeutig definiert wurde, geht es ans Recherchieren. Auch hier gilt: Zuerst müssen Sie genau wissen, WAS Sie recherchieren sollen. Sonst stehen Sie plötzlich mit viel zu vielen Informationen und noch mehr vergeudeten  Stunden da. Und nutzen Sie mehr als nur eine Quelle. Das Internet ist toll, aber es gibt auch ein Leben außerhalb des www.

Ideen und Lösungen:

Jetzt ist Ihre Kreativität gefragt. In dieser Phase ist es wichtig, dass Sie Ihren Ideen freien Lauf lassen und diese einfach sammeln. Strukturieren Sie jetzt noch nicht. Erst der Brainstorm, dann das Sondieren.

Struktur schaffen:

Im nächsten Schritt geht es nun darum, eine Struktur zu entwickeln. Verlieren Sie sich dabei aber zu sehr nicht in Details. Ein einfacher Aufbau genügt. Verfeinern können Sie diese Struktur dann immer noch.

Aufschreiben und Kommunizieren:

Beim Aufschreiben eines Konzeptes geht es vor allem auch darum, für den Empfänger zu formulieren. Was nützt es Ihnen oder Ihrem Partner, wenn Sie genau wissen, was sie sagen wollen, jener aber was ganz anderes versteht.

Wird ein Konzept schlecht oder zu ungenau kommuniziert, ist dies meistens der Grund dafür, dass dieses Konzept schlecht oder eben gar nicht erst umgesetzt wird.

Kein Erfolg ohne Misserfolg

Sind Sie auch beruflich schon einmal auf die Nase gefallen? Vielleicht ist ihre eigene Firma pleite gegangen oder sie wurden entlassen? Oder es gab sonstige Probleme und sie konnten vielleicht auch gar nichts dafür.

Ja?

Gratulation! Und das meine ich nicht sarkastisch oder schadenfroh, sondern ernst und aufrichtig.

 

Dies hier ist, und darauf haben sich nun mal die meisten Menschen geeinigt, eine Welt der Uneinigkeit, eine Welt des Spaltens und Dividierens. Hier der beruflich Erfolgreiche, dort der gerne so genannte Loser. Inwieweit allerdings eine Karriere erfolgreich ist oder nicht, das bestimmt im Grunde jeder selbst und für sich selbst. Die Dame, die im Supermarkt an Kasse 1 sitzt, mag sich denken, dass ihr Leben nur aus Katastrophen besteht und sie eigentlich eine gescheiterte Existenz ist, da ihr Ruhm und Reichtum verwehrt blieb.  Die Dame an Kassa 2 hingegen lächelt immer freundlich und findet, dass die Arbeit im Supermarkt ein toller Job ist, der so gut wie möglich erledigt werden sollte. Ja, klar, es gibt sicher bessere Jobs, wird sie sich vielleicht denken, aber dieser hier zahlt die Miete und das ist schon ziemlich viel.

Eine Dame also ist gescheitert, die andere mit der gleichen Arbeit ist zufrieden mit ihrer Karriere in Anführungsstrichen.

 

In den Augen der Gesellschaft haben beide nicht unbedingt den Haupttreffer gelandet, aber das behauptet die Gesellschaft auch von Putzpersonal und Müllmännern, und zwar genau so lange, bis jemand sagt: Ok, liebe Gesellschaft, dann putz dein Klo eben selbst und deinen Müll staple dir doch einfach im Schlafzimmer auf. Es ist eine Welt der Dualität. Kein Erfolg, wenn nicht dafür jemand anderer auf etwas verzichten muss. Oder anders: kein Erfolg, wenn nicht vorher der Misserfolg war oder das Scheitern in anderer Weise noch kommt. Es gleicht sich alles aus im Leben. Insgesamt betrachtet.

Es gibt keine Gewinner und Verlierer.

 

Das Scheitern gehört also zum Erfolg. Wer nie erfahren hat, wie es ist, Dreck zu fressen, wird den Erfolg wahrscheinlich nicht zu schätzen wissen und früher oder später überrascht sein, wie schnell es gehen kann, dass man wieder ganz unten ist. Zurück an den Start, heißt es dann. Nun hat auch dieser Mensch sein Scheitern durchlebt und wird in Zukunft ein dankbarerer und demütiger Gewinner sein. Karriere machen kann jeder. Man sollte sich halt nur nicht einreden lassen, dass nur Supermodels, hochgelobte Schauspieler und Menschen aus der Finanzwelt so etwas wie eine Karriere machen können.

Fähigkeiten finden und verwirklichen

Jeder Mensch kann irgendetwas besonders gut. Jeder kennt sich zumindest in einem Bereich hervorragend aus.  Oder auch nicht, denn vielleicht weiß  derjenige oft gar nicht, welche verborgenen Talente ihn ihm schlummern.  Das Problem ist: Wenn Sie Ihre Begabung im Laufe Ihres Lebens nicht selbst erkannt haben, wird Ihnen von Ihrem Umfeld ziemlich sicher eine solche zugeteilt worden sein. Alles andere nennt man dann später „Hobby“.

Der Bub/das Mädel, wird Arzt, Lehrer, Fabrikmitarbeiter am Fließband, wie schon der Vater/die Mutter; übernimmt den Betrieb/Bauernhof usw. Bis vor gar nicht allzu langer Zeit war das sogar eher die Regel, anstatt die Ausnahme. Ganz egal, ob Großstadtbewohner oder Landbevölkerung und über die sozialen Schichten greifend. Selbst noch viele der heute über 40 Jährigen wurden weder gefragt, womit sie eigentlich ihre Brötchen verdienen wollen, noch wurde vom familiären Umfeld auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten Rücksicht genommen. Das soll kein Vorwurf sein, so waren die Zeiten eben und man fügt sich den gesellschaftlichen Vorgaben meistens.

 

Die Weichen für die Zukunft wurden oft schon im Mutterleib gestellt. Von außen.

Und später dann natürlich: die Wahl des Schultyps bzw. Lehre oder Uni – je nach festgelegtem Karriereziel.

 

Das Paradoxon

 

Und so hat es sich dann ergeben, dass Beruf und Hobby bei den meisten Mitmenschen vertauscht sind. Wenn Sie zum Beispiel in Ihrer Freizeit täglich ein paar Stunden Rad fahren, weil das nun mal Ihre Leidenschaft ist, und Sie andererseits Tag für Tag 8 Stunden im Büro vor dem PC verbringen, ist das doch schon ein wenig paradox, dass Ihr Beruf nicht Fahrradkurier, Postbote oder Stunt-Radler beim Film ist. Wäre das denn nicht viel logischer und vor allem auch vernünftiger und sinnvoller?

 

Fördern und fordern

 

Besondere Befähigungen muss bzw. sollte man fördern. Aktiv und auch passiv. Warum sollte das nur für Kinder und Heranwachsende gelten? Es haben schließlich alle was davon, wenn mehr und mehr Menschen genau DAS als Hauptbeschäftigung und Lebenssicherung verrichten, was sie am besten können und am liebsten tun.

 

Berufsorientierung ist keine Frage des Alters

 

Der Mensch lernt sein ganzes Leben lang. Vielleicht hat man bei dem einen oder anderen nicht so den Eindruck, aber das ist ein Irrtum. Nur die Frequenz und die Geschwindigkeit sind unterschiedlich.  Es ist also nie zu spät, sich bewusst darüber zu werden, in welchem Job man seine Talente am wahrscheinlichsten verwirklichen kann. Die beiden besten Gelegenheiten für solche Gedanken sind natürlich die Situationen:

 

  • Arbeitslos – Stelle suchend
  • Unglücklich im Job – Stelle suchend

 

Die andere Seite – ein Luxusproblem?

Dann gibt es aber natürlich auch noch die anderen. Jene, die sich für vieles interessieren und denen es an verschiedensten Begabungen nicht mangelt. Auch das kann zum Problem werden, denn unsere Zeit ist begrenzt.  Man kann auch mit dem effektivsten Zeitmanagement nicht alles, was man gerne tun würde, in einem Leben unterbringen, also muss eine Entscheidung getroffen werden. Man muss auf einiges verzichten. Viele (Lebens-)Künstler und sonstig Kreative fallen wohl in diese Kategorie. Und es wäre ein Fehler, zu behaupten, dass diese Leute nicht auch darunter leiden. Nur eben im anderen Extrem